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Das große Finale. Die Stadt, in die wir nie wollten. Zumindest nicht mit Familie… In Bangkok hätten wir uns zu Beginn fast verloren😱. Wir fühlen uns wie Marvels Ant-Man und stellen überraschend fest: Nach Hause wär jetzt auch ok… Zudem soll aus den 6 Berichten ein Mutmacher für andere Familien werden😊

Ziel: Lebend im Hotel ankommen. Zu fünft.

Fast 12 Stunden Busfahrt. Überraschend angenehm. Was mich meine ausgeprägte „Horrorszenario-Kompetenz“ vorab alles so befürchten ließ mit 2 kleinen Kindern, trat nicht ein. Nicht annähernd. Es war sauber, geräumig(er als im Flugzeug!) und ruhig. Das heißt, wir waren die Lautesten. Also eigentlich alles wie immer 😂😂

Um 5.15h morgens (1 Stunde vor dem Plan) erreichen wir den Mochit-Busterminal. Das Hotel ist 30km entfernt, dafür aber direkt neben dem Rückflughafen. Verpennt suchen wir also ein Taxi. Es stehen ca. 23 Stück rum, abfahrbereit und beladewillig. Doch leider will uns keins von denen (!) mitnehmen. Nicht eins. Ich schwöre.

Wir suchen uns Hilfe beim Mitarbeiter im Infoterminal. Endlich kommt Google Translate mal zum Einsatz (beim Mietwagenunfall hätte ich die mal gebraucht😭🙈). Hilft aber nichts. Wir sind zuviele. Mit zuviel Gepäck. Die Strecke ist zu weit. Und vielleicht stinken wir auch oder sind zu hässlich – ich weiß es nicht…

Der barmherzige Rennfahrer

Innerlich bereits resigniert hat dann aber doch ein Fahrer Erbarmen. ER spricht UNS an. Händisch, füßisch, Adresse auf dem Handydisplay gezeigt. Kurzer Schnack mit dem Taxi hinter ihm – in eins würden wir nicht passen. Er stimmt zu.

„How much?“ frage ich. Beide Fahrer schauen sich an. Lachen. Reden auf Thai miteinander. Ich weiß, jetzt wird abkassiert. Ist mir aber (fast) egal, wir wollen nur weg. 2×400 Baht (ca. 23€ insgesamt.) – wir schlagen ein. Das Geld ist ja nicht weg. Es hat jetzt nur ein anderer✌️

Hinterher recherchieren wir: Wir haben ca. den doppelten Preis des Üblichen gezahlt. Die Lehrgeldkasse füllt sich. Was soll’s…

Lost in Bangkok?!

Und dann trennen wir uns zwangsläufig. Unser Gepäck alleine in einem Auto ist uns auch nicht geheuer. Kardinalfehler 😩 (aber alles geht sehr schnell): Sina & Kids in einem Auto, Kim & ich im anderen. Ich weiß. Ich weiß… Die Konsequenzen bekomme ich direkt zu spüren: Unser Fahrer rast wie ein Irrer – innerlich wünsche ich mir den Mario-Kart-Fahrer aus Khao Lak zurück. Kein Witz: An einer Stelle heben wir sogar ab, weil er eine Bodenwelle (vom Ausmaß einer Parkhaus-Auffahrt!) übersieht. Bei 150km/h. Warum nicht gleich den Schubhebel durchdrücken und uns nach Hause fliegen?!🧐 „Sorry“ tönts immerhin inkl. dem Standard-Lächeln.

Dass wir Kolonne mit dem zweiten Taxi fahren müssen und meine ganze Familie darin sitzt erkläre ich zu Beginn mündlich, per App und auch gestikulierend. Nützt nüscht. 3min – länger sehen wir sie nicht im Rückspiegel. Ist in „Hangover 2“ nicht von Menschen die Rede, die von der Stadt verschluckt und nie wieder ausgespuckt wurden? 😱

Am Ende kommen alle an, aber 10 (endlose!) Minuten früher sind wir schon da – Wahnsinn!

Eins A Service zum Abschluss

Die Unterkunft ist super (At Residence Suvernabhumi). Kinder haben wir wieder nicht angemeldet. Wieder ist es kein Problem. 6.15h kommen wir an, 7.45h können wir schon aufs Zimmer – „Early Check-In“ für 500 Baht (ca. 14€), das empfinden wir als ok. Wir haben zum zweiten mal EIN gemeinsames Zimmer. Und natürlich einen Außenpool😉

Die Rezeption ist hier nicht nur sehr zuvorkommend, sondern ebenso sehr sprachgewandt! In tadellosem Englisch wird uns bei allen Anfragen geholfen: Vom Taxi-Ordern bis zu Ausflugstipps oder Handtuch-Sonderwünschen wird alles sofort erledigt. Top!

Bangkok – Erlebnisse im Ant-Man-Style

Mit dem Skytrain fahren wir durch eine völlig überdimensionierte Stadt. Hier ist einfach alles nur riesig. Knapp 10 Millionen Einwohnende, unvorstellbar. Wir genießen die coole Aussicht und erhaschen Blicke auf Teile der Skyline. Irgendwie komme ich mir vor wie Ant-Man, der Ameisenmann von Marvel, weil alles um mich herum so dermaßen groß ist.

Endlich fahren wir in Bangkok auch mal Tuk-Tuk, womit wir dann bis aufs Wassertaxi wahrscheinlich alle fahrbaren Untersätze in Thailand getestet haben. Tuk-Tuk in einer Großstadt empfiehlt sich übrigens so gar nicht – nur Abgase, Gehupe und überall Verkehrsgeknatter 😂

Chatuchak Markt – der größte in Thailand

Noch ein Markt. Ein letzter. Chatuchak ist immerhin der größte in Thailand. Wir sind schon etwas „marktmüde“ mittlerweile.

Je größer die Stadt, desto größer scheint aber auch die Freak-Show. Wir sehen z.B. eine angezogene sowie angeleinte Katze auf dem Arm der Besitzerin – sie leckt an einer kleinen Kugel Eis in der Waffel, die ihr hingehalten wird. Leider bin ich zu fasziniert für ein Foto.

Der anliegende Park ist aber super zum Chillen, mit Spielplatz für Eni. Und die Fruchtshakes sind auch super lecker – das Kind ist also glücklich😊

Mega Bangna

Neben dem größten Markt findet man in Bangkok natürlich auch die größte Mall Thailands: Mega Bangna. Hier kann nicht nur eingekauft werden (im Übrigen teure Markenklamotten à la „Victorias Secret“ etc.). Ein hauseigenes Kino, eine Bowlingbahn, eine Eisbahn (kein Scherz!) Und diverse Zockerbuden mit ganzen Videospiel-Landschaften finden wir hier. Nicht zu vergessen: Auf jeder Ebene ausreichend Indoor-Spielplätze für Kids.

Wat Pho – das 17.-beliebteste Ausflugsziel der Welt

Die Tempelanlage ist schon beeindruckend. Wieder einmal. Tempel haben wir echt genug gesehen und sind zugleich doch immer wieder gefälscht von den Dimensionen. Das Highlight des Tages ist allerdings der Norweger aus Ao Nang, den wir beim Spazieren über die Anlage treffen. Angequatscht. Gemeinsam gelacht. Kurz ausgetauscht. Nett. Er lebt in Berlin – man sieht sich immer 3x (?!) im Leben😉 Gegenüber des Wat Pho ist ein super Park zum Spielen und Relaxen!

Oh man – welches von beiden ist bloß das Original?!

Und dann ist: Feierabend😩

Der Abreisetag ist gekommen. 4 Wochen, 5 Personen, davon 2 kleine Kinder. Es ist ok, jetzt zu fahren. Das erkenne ich an folgenden Punkten:

  • Es schleicht sich kurz vor Ende punktuell ein kleiner Lager-Koller ein. Wir mögen uns alle sehr und zugleich ist es ok, jetzt auch mal auf weniger engem Raum miteinander zu leben eine Weile 😉
  • Auf unsere letzten Tage schleicht sich ebenso eine vorübergehende Durchfall-Episode bei uns ein. Fast vier Wochen lang nix. Vielleicht möchte der Körper auch kein Thai mehr essen…
  • Eni beobachten wir abends beim Spielen dabei, wie sie Thai in ihr imaginäres Handy spricht: „Sawadikaaaa“😂 Es tut ihr sicherlich gut, in ihr gewohntes Umfeld zurück zu kehren.

Da der Flug nachts um 01.55h geht, müssen wir am Vortag ein wenig Zeit totschlagen. Wir schlendern umher und entdecken eine weitere Zockerhölle in einer kleinen Mall, die wir betreten. Alles blinkt, es ist saulaut und insgesamt so gar nicht unsers. Eni kaufen wir trotzdem für 30min in die einzig analoge Spielwelt ein, um sich ein wenig auszutoben

„Mini-Land“ in einer Mall in Bangkok – Wahnsinn…

Der Flughafen Suvarnabhumi ist sehr groß und alles ist dicht gedrängt. Wir sind dankbar für 4 Wochen Erfahrung und Erlebnisse in Thailand.

Der Flughafen Suvernabhumi – sauvoll, auch nachts um 1h 😉

Wer weiß, wann und ob wir nochmal zu einer solchen Reise kommen im Leben. Ich beschließe, noch einen Artikel zur Nachbetrachtung unserer Reise zu machen. …und spiele zugleich mit dem Gedanken, aus den Berichten ein Buch zu stricken – einen Mutmacher für andere Familien mit kleinen Kindern, die sich den Schritt auf eine solche Reise bislang nicht getraut haben. Am Ende ist es das nämlich mehr als wert❤️☺️👍

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