Seite auswählen

Was dich erwartet: Wir steigern das Mopedmieten aus Khao Lak und packen neben fast-forward-broken-english auch „händisch“ und „füßisch“ aus. In Flipflops und mit Kids am Leib werden wir zu Bergsteigern und bei 40° im Schatten kann man ja mal…in die Badewanne springen 😉

Ao Nang – Am Arsch der Heide

…natürlich ist Ao Nang selbst nicht am Arsch der Heide. Ao Nang ist vielmehr als sehr touristisches Örtchen in der Nähe von Krabi bekannt. Nur unsere Unterkunft (Ao Nang Privacy Resort) ist halt etwas ab vom Schuss – Ao Nang selbst ist nämlich nochmal 3km entfernt. Das wussten wir vorher.

In der Hotelbeschreibung war allerdings die Rede von kostenlosen Leihrädern. Das klang gut und wir sind sportliche Typen. Vielleicht waren wir auch einfach zu verwöhnt von den ca. 15 (fahrtüchtigen!) Rädern in Khao Lak. Es gibt hier leider genau 2 (!) klapprige Leihräder „for free“. Beides Mountainbikes. Ohne Kindersitz 👌. Nach der ersten Probefahrt mit Eni auf der Stange (Sina & Sora noch nicht mal mitgedacht), ist klar: Geht nicht 🤷🏻‍♂️ Wir grübeln über Alternativen…

DAS Zimmer (zum ersten Mal wirklich nur EINS) hat ein extra breites Doppelbett (ca. 1,60-1,80m) und ein übliches Einzelbett (90cm breit). Wir haben nur 3 Erwachsene gebucht und dadurch einen günstigeren Preis auswählen können. Dies stellt sich als clever heraus: Vor Ort interessiert es dann eh keinen, ob Kids dabei sind. Schlafen ja eh mit im Bett.

Hier sind tatsächlich mal unsere Mosquitonetze erforderlich: Fenster, Zimmer- und Balkontür lassen sich nicht 100% verschließen 😁. Die Todesmücken könnten ansonsten also leichtes Spiel haben des nachts… 🧛‍♂️ 🧟‍♀️ Etwas irritierend: Badezimmer befindet sich außerhalb des Raums eine Etage tiefer: #studentenwohnheimlässtgrüßen. Hier nochmal für die, die sich vor dem geistigen Auge kein Bild machen konnten (vom Hotel, nicht von mir in Badehose):

Auch sprachlich waren wir bislang wohl sehr verwöhnt mit den Hotelmitarbeitenden In Kamala, Naiyang und Khao Lak. Denn hier ist es nun wiklich hart, sich mit dem Personal zu verständigen. Es ist nicht böse gemeint, nur eine Feststellung. Selbst unter Hinzunahme von Händen und Füßen gelingt es nur schwer, klar zu machen, was wir wollen. Den anderen Besuchern*innen geht es ähnlich, wie wir von einer norwegischen Großfamilie erfahren.

Mopedmieten war gestern…

Nun zu unserem Mobilitätsproblem… Erstaunlich gelassen einigen wir uns recht schnell drauf, nicht täglich mind. 6km zu Fuß zu gehen und auch nicht wieder den privaten Taxifahrern alles in den Rachen zu werfen.

Die Entscheidung ist also schnell gefallen: Wir gönnen uns einen Mietwagen. Nach guter Motorbike-Erfahrung in Khao Lak bin ich zuversichtlich, dass auch das klappt.

Es ist erstaunlich, was heute per Handy so einfach abwickelbar ist: Hotel- und Flugbuchungen, Bustickets für das andere Ende der Welt und halt auch Mietwagen. Mit rentalcars.com buchen wir via Europcar einen 5-Sitzer vom Flughafen Krabi: Vollkasko, max. 9000 Baht Selbstbeteiligung (ca. 257€), Kilometer inklusive für knapp 43€/Tag zzgl. Sprit. Zum Airport (ca. 23km entfernt) kommt man sicher irgendwie…

Der junge Mann von der Rezeption kann Kim und mich für 500 Baht (ca. 15€) fahren. Er zeigt zumindest so oft auf den geparkten roten Wagen und baut in sein Thailändisch, mit dem er auf mich einspricht, das Wort „Shuttle“ ein, dass ich das daraus schließe. Alternative wäre ein Linienbus gewesen für 150 Baht pro Person, aber auch mind. 90min Fahrt und vorab noch fußläufig 3km bis zur Haltestelle in Ao Nang.

Neue Challenge: Broken english veryveryveryfast…

Krabi Airport. 2 Terminals. 50:50-Chance, das Terminal mit den Autovermietungen zu treffen. Wir steigen Terminal 2 aus – Europcar ist natürlich in Terminal 1 😂. Die Wege sind glücklicherweise nicht lang.

ALLE Vermietungen (!) haben einen eigenen Stand mit Tresen, PCs etc. (Avis, Hertz, Budget…). Nur Europcar natürlich nicht. War irgendwie klar. Murphys Law?! 🤔

2 Männer stehen etwas abseits der Schalter im Europcar-Shirt und fertigen in wahnsinniger Geschwindigkeit Kunden an Ort und Stelle ab. So auch uns.

Gebrochenes Thai-Englisch mit starkem Akzent, nun in gefühlt 4-fachem Speed („hellosirwhatyournamesänkyoualreadypayedgetcartodaybringbackinthreedaysfollowmeshowyourcar-pleasesignhere“) – Challenge (gezwungenermaßen) accepted 🤪

Es klappt alles. Zugegeben: 1-2x muss ich schon nachfragen. In 38 Sekunden ist trotzdem alles erledigt: Führerscheine und Pässe kopiert, Buchung bestätigt, Unterschrift geleistet. Es interessiert im Übrigen einen Scheiß, ob internationaler oder deutscher Führerschein, ob gültig oder nicht… Der Kollege scheint über Kims internationalen (laut Mietvertrag erforderlich!) sogar erstaunt – „ooohhh, international…“, raunt er und lacht dabei.

Ein Mitsubishihondahyundaitoyota. Asiatisches Modell, von sowas hab ich keine Ahnung. Es passen 5 Leute rein und der Kofferraum reicht fürs Gepäck, das ist wichtig. Die Beulen werden vorab erfasst, mal wieder wuseln sie zu dritt um uns herum – Service-Oase oder einfach nur schnelle Abfertigung?! Egal, zack fertig. Ab gehts.

Was geht ab in Krabi und Umgebung?

Linksfahren mit dem Auto ist gewöhnungbedürftig, aber nur kurz. Schalten brauche ich dank Automatik nicht. Wir cruisen alle zusammen durch die Gegend, um zu erkunden. Ao Nang Beach selbst ist so voll (und nicht so schön), dass wir einen weiterfahren: Noppharat Thara Beach.

Hier ist es nicht viel schöner, dafür leerer. Das Panorame mit den Felsinseln am Horizont ist wirklich idyllisch anzuschauen. Zum Baden eignet sich die Gegend wohl aber weniger. Die Ebbe ist sehr stark, die Wasserkante durchgehend mind. 400-500m entfernt und tiefer als Oberschenkel kommen wir nicht rein. Brettflach alles. Wir erleben es hier nachmittags nie anders – vielleicht ist es morgens besser.

Noppharat Thara Beach – schön zu schauen doof zum Baden
Ja seids ihr denn bekloppt?

Einen halben Tag nehmen wir uns für den Ausflug zum Wat Thum Sua, einem großen Tempelareal. Es ist das bislang beeindruckendste. Highlight: Der „Big Buddha“ auf der Bergspitze: 1237 Stufen, 307m hoch, steil und unwegsam. Es geht eigentlich, wenn man bloß nicht zu oft hinunterschaut. Eni schafft unter massiver Anfeuerung knapp 900 Stufen selbst, ab dann auf meinen Schultern – gutes Beintraining denke ich 😛

The way up: Eni nur noch semi-amused…

Oben angekommen werden wir mit einem wahnsinnigen Ausblick belohnt. Der Buddha hier ist tatsächlich bestimmt 5m groß – wie haben die das Material dafür nur hier hoch bekommen? 😱 Wahnsinn!

Der Beweis: Wir waren oben!

Runter ist ebenso anstrengend wie hoch, nur anders. Die Beine zittern, das Geländer ist z.T. völlig durchgerostet und die Stufen brüchig. Auf dem Hinweg war das irgendwie nicht so offensichtlich 🤔.

…und runter gehts. Schön vorsichtig natürlich

Oben hing am Fels aufgehängt übrigens ein Mopedschlüssel. So, als hätte ihn jemand gefunden. Gibt es eine unglücklichere Stelle, um den zu verlieren?! Vor allem, wenn du es erst unten merkst, wenn du wieder aufs Moped steigst… 🤣 🤦‍♂️

40° im Schatten: Ab in die Badewanne!

Das Auto und die Freikilometer nutezn wir aus. Etwa 65km entfernt liegt der Emerald Pool. Einer „heißen“ Quelle entspringt über 40° warmes Wasser, das in einen kleinen Badesee fließt. Wir sind bei DEN Außentemperaturen dann nicht wirklich enttäuscht, als der See dann doch kein Whirlpool ist, sondern nur angenehm warm. 200 Baht (ca. 5,70€) Eintritt für die Erwachsenen, dafür aber einhergehend mit der Besichtigung einer auch blaue Lagune, die wirklich wie im Fernsehen aussieht! Zudem nur durch tiefen Tropendschungel erreichbar, wieder bissl Abenteuer. Hat sich gelohnt!

Die Badewanne bzw. der Emerald Pool
Das ist doch mal eine „blaue“ Lagune

…und dann gehts schon weiter

Auf dem Weg zum Flughafen treffen wir noch einen Radfahrer aus Frankreich und kommen kurz ins Gespräch. 8 Monate ist er von von Frankreich nach Asien gefahren, einen hat er noch vor sich. Zurück fliegt er. Das gesamte Hab und Gut befindet sich in 3 kleinen Satteltaschen, die an den Seiten und auf dem Gepäckträger befestigt sind. Fliegt dann zurück. Tief beeindruckt müssen wir an unsere Freundin Wiebke Lühmann denken, die zur Zeit alleine mit dem Rennrad in Südamerika unterwegs ist. Liebe Grüße 🙋‍♂️

Air Aisia: Now everyone can fly

Das Motto der billig-Airline AirAisia, „Now everyone can fly“ spürt man an vielen Stellen. Es gibt nur einen Schalter zum Einchecken. Ebenso nur eine (Holz-)Klasse von Passagieren. Einige heben sich bloß dadurch ab, dass sie (für 1:45 Std. Flug nach Chiang Mai) ein Essen vorbestellt haben. Die Flugbegleitung geht die Reihen durch und hakt die betreffenden Namen ab.

Es gibt kaum Beinfreiheit – ich mit 1,72m Körpergröße komme klar, aber nur knapp. Während wir boarden, wird das Gepäck der Vorpassagiere ent- und unsers geladen. Akkordarbeit. Die Besatzung ist freundlich, aber stets kurz angebunden. Alles geht nach genauem Plan und immer zack, zack…

Aber hey: Für 23€ Grundpreis (inkl. Handgepäck, zzgl. Gepäck) wollen wir aber nicht meckern. 250€ zahlen wir insg. für alle 5.

Ein vergleichsweise unspektakulärer und zugleich solider Aufenthalt in Ao Nang geht zu Ende. Wir sind zufrieden. Und doch ein bisserl wehmütig, denn hier endet unser Strandurlaub. In Chiang Mai sollten auch wieder ganz andere Erfahrungswerte auf uns zukommen – wusstest du z.B., dass man wegen Autounfällen in Thailand ins Kittchen wandern kann? 🤨 Mehr dazu im kommenden Teil 🙂

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen