Kinder wissen ja angeblich nichts/wenig mehr aus den ersten 2-3 Lebensjahren. All die schönen Momente, all die Dinge, die wir für sie tun, haben Sie also vergessen?

Wie oft ich ihnen beim Essen geholfen habe?

Jedes Mal, wenn wir zusammen spielen?

Jedes Mal, wenn ich nachts wieder den Fuß aus meinem Gesicht schiebe?

Ihnen die Windel wechsle?

Die Schuhe binde?

Wir zusammen Bobbycar fahren?

Ok, vielleicht wissen sie das im Einzelnen nicht mehr. War also alles umsonst?

Was Kinder brauchen

Nein. Jeder von uns war mal Kind. Was bleibt, sind nicht einzelne Taten – zumindest nicht die alltäglichen.
Was bleibt, ist aber ein Gefühl.

Ein Gefühl von Geborgenheit – jedes Mal, wenn ich die beiden in den Arm nehme. Wenn sie getröstet werden wollen, müde sind oder einfach kuscheln wollen. Das brauchen Kinder.

Ein Gefühl von Freude – jedes Mal, wenn wir zusammen lachen, bis der Bauch schmerzt. Wenn wir zusammen abtauchen beim Vorlesen, beim Toben oder Puzzeln. Wenn wir zusammen Mamas Hausschuhe verstecken. Das brauchen Kinder.

Ein Gefühl von Freiheit – jedes Mal, wenn Mama & Papa wieder eine Tanzaufführung im Wohnzimmer anschauen dürfen. Wenn die beiden dabei völlig in ihrem Element sind, sich ausdrücken, frei sind, einfach sie
selbst sind. Das brauchen Kinder.

Das werden sie nicht vergessen. Nie. Das haben wir alle von damals nicht vergessen. Denn es hat uns geprägt! Bis heute! Das brauchten wir auch!

Es ist so wichtig, welche Gefühle wir unseren Kindern vorleben – ja, wichtiger noch: Welche wir MIT ihnen leben. Denn die begleiten sie ihr ganzes Leben.

Auch wenn sie später nicht mehr genau wissen, WAS wir zusammen gemacht haben – wichtiger ist, WIE wir es gelebt haben.

Jeden Tag.

Jede Stunde.

Jeden Moment.

Es lohnt sich. Tatsächlich lerne ich sogar eine Menge dabei. Das brauchen Kinder. Doch was schreibe ich da?! Mal ehrlich: Es ist doch noch so viel mehr als das…❤️

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