Schreiben bedeutet für mich vieles, ich habe es sehr zu schätzen gelernt.
Irgendwie macht es Spaß. Ich schreibe auch gerne noch mit der Hand, fast jeden Artikel. Es bedeutet aber auch Befreiung – von Gedanken, die raus müssen, damit sie mich nicht fortwährend beschäftigen oder mich nachts wach halten.

Schreiben bedeutet für mich, mich zu entfalten, mich darzustellen, mich hör- bzw. lesbar zu machen. Selbstbestimmt.

Ich kann durchs Schreiben meine Gedanken viel besser sortieren.
Wahrscheinlich ab und zu zum Leidwesen meiner Arbeitskollegen*innen, weil ich manchmal lieber Mails schreibe, als das persönliche Gespräch
zu Suchen, hehe ;-).

Nix ist perfekt!

Mein eigener Perfektionsanspruch steht mir dabei oft im Weg.
Beispiel Homepage bzw. Blog: Ich meinte vor einiger Zeit, ich müsse die Seite überarbeiten. Sie schicker machen. Ein Logo entwerfen. Geld mit Schreiben verdienen.

Klar, klingt alles ganz nett und macht auch Sinn – lenkt mich aber vom Wesentlichen ab: Dem Schreiben. Dem, was mir so viel gibt…

So ähnlich gehts (ging es) mir auch bei einzelnen Artikeln. Erstmal wollte ich wissen, wie man genau so einen Blogartikel strukturiert: Wie ist er am ansprechendsten? Wie wird er am meisten gelesen? Welche Wörter sind suchmaschinenoptimiert?!

Und wieder lenke ich mich vom Wesentlichen ab: Dem Schreiben. Dem, was mir so viel gibt…

Ambitionen hin oder her: Geht es denn immer nur darum, möglichst profitabel irgendwas zu gestalten? Oder vielmehr darum, sich beim Tun von etwas wirklich lebendig zu fühlen?!

Letzteres erscheint mir immer sinnvoller, je länger ich darüber nachdenke.

Der Ursprung des Bloggens

Ich habe mich dazu entschlossen, mehr im Leben von dem zu tun, bei dem ich mich lebendig fühle. Was mir Freude bereitet. Bloggen verstehe ich im Ursprung als eine Art Tagebuch. Und das soll es auch sein für mich!

Wenn dann jemand anderes meine Texte noch spannend, witzig oder sogar lehrreich findet, gern. Wenn nicht, auch gut.

Dieses Gefühl, diese Einstellung auch an meine Kinder zu vermitteln, ist mir ein großes Anliegen. Ein wenig an meiner „geistigen Hinterlassenschaft“ arbeiten. Wer weiß denn schon, wie lange er/sie noch lebt? Sich mit dem eigenen Ableben mal auseinander zu setzen finde ich wichtig.

„Wer möchtest Du gewesen sein“* von Max von Düring hat mir sehr geholfen, eine weitsichtigere Perspektive auf mein Leben zu werfen.
Mit Anfang/Mitte 30 finde ich es dafür nicht zu früh, ganz im Gegenteil: Andere werden nicht mal so alt.

Für meine Kinder. Für meine Familie. Für mich.

Meinen Kindern möchte ich zeigen, wer ich bin. Meinen Kindern möchte ich später mal zeigen, wer ich früher war.
Kaum ein Spruch ist für mich nämlich überholter, als: „Bleib wie du bist!“ Sagt man so, zum Geburtstag oder so, ich weiß. Aber nein! Keiner tut das. Keiner bleibt, wie er oder sie ist.

Veränderung ist der Fluss des Lebens, sage ich. Jede Erfahrung verändert uns. Im Kleinen oder im Großen. Jede!

Und ich für meinen Teil werde mich später nicht an alles erinnern können, so viel steht mal fest.

Wer ich bin, wer ich war, was mich antrieb, wie ich meine Familie erlebte, auf welchen Wegen ich noch versucht habe zu wirken – all das möchte ich in diesem Bereich festhalten. Als Familie sowie Papa steht man, so behaupte ich, mitten im Leben! Das wiederum bedeutet, mit allen möglichen Themen konfrontiert zu sein.

Den Fokus auf direkte Erfahrungen mit Familie auf Kindern versuche ich unter „Papa. Momente“ und „Papa. Abenteuer“ zu beschreiben (Mr. Perfect braucht wieder drei verschiedene Kategorien statt einer, jaja…).

In „Papa.Lebenswerk“ soll es z.B. auch um die familiären Finanzen, berufliche Selbstverwirklichung und persönliche Träume gehen.

Ob das too much ist? Ob das wen interessiert? Keine Ahnung. Aber es bewegt mich und ich will es teilen!

Weil es raus muss!

Weil es mich lebendig macht!

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Photo by Sharon McCutcheon on Unsplash