Corona. Lockdown. Zu Hause mit beiden Kids. Eigentlich eine wunderbare Sache, zudem habe ich 2 Wochen Urlaub und Zeit. Doch Spielplätze sind gesperrt. Freunde dürfen wir nicht treffen. Was also tun?

Es geht uns gut. Wirklich, wir sind daheim zu zweit und haben einen Balkon. Beide Bedingungen sind sicher schon mal nicht bei allen Familien gegeben.

Kinder haben einen natürlichen Bewegungsdrang. Den auszuleben ist aktuell nicht so einfach. Doch im Prinzip kann ich mich drinnen doch genauso benehmen wie draußen: Spielplatz, toben, verstecken… Ein Indoor Spielplatz halt. Da wird das Wohnzimmer halt mal zur Spring- und Hüpflandschaft umgebaut, laut eine Kinderdisco veranstaltet oder mit Decken und Kissen eine geheime Höhle gebaut. Und das ist im Wesentlichen nur eine Frage der Haltung: Wenn ich natürlich das Wohnzimmer als „heiligen Ort“ betrachte, an dem nichts im wahrsten Sinne „Ver-rücktes“, also mal anders als sonst gemacht werden darf, wirds schwer einen selfmade Indoor-Spielplatz umzusetzen.

Ich habe gelernt, Sofa und Co. als reine Nutzgegenstände zu betrachten. Dazu bedarf es lediglich ein wenig Gelassenheit! Ey ganz ehrlich: Strahelende Kinderaugen oder ein immer ordentliches, steriles Wohnzimmer?! Eindeutig Ersteres! So wird der Indoor Spielplatz möglich.

Diese Betrachtungsweise hat mich unglaublich befreit von vielen inneren Status-Zwängen („ich brauche ein schickes Auto“, „es muss das Ledersofa sein“), denn die „hübschen“ Dinge sind in der Regel einfach nicht kompatibel mit tobenden, krümelnden Kids.

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